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14.07.26

Woca-Gerbsäurefleckenspray

Gerbsäureflecken auf Parkett entfernen - mit dem Gerbsäureflecken-Spray gegen dunkle Eichenflecken

Liebe Parkettfreunde,

es gibt diese eine Sorte Fleck, die Euch in den Wahnsinn treibt: Ihr wischt und wischt, und der dunkle Schatten auf dem Eichenboden bleibt einfach sitzen. Hier liegt kein gewöhnlicher Schmutz oben auf dem Holz. Es ist eine chemische Reaktion mitten im Holz - eine Gerbsäurereaktion. Genau deshalb kommt Ihr ihr mit dem normalen Wischwasser nicht bei. Ich zeige Euch heute, woher diese Flecken kommen, wie Ihr sie mit dem richtigen Spray loswerdet und wie Ihr dafür sorgt, dass sie gar nicht erst wiederkommen.

Was sind Gerbsäureflecken?

Gerbsäure, fachlich Tannine, steckt von Natur aus in vielen Hölzern. Sie ist ein natürlicher Schutzstoff, mit dem sich der Baum gegen Schädlinge wehrt. Solange das Holz trocken und geschützt ist, merkt Ihr davon nichts. Sobald aber Feuchtigkeit ins Spiel kommt, wird die Gerbsäure aus dem Holz gelöst und an die Oberfläche transportiert. Dort reagiert sie - und hinterlässt eine Verfärbung, die nicht abwischbar ist, weil sie im Holz selbst entsteht.

Warum gerade Eiche und Kastanie betroffen sind

Nicht jedes Holz neigt gleich stark zu diesen Flecken. Besonders gerbstoffreich sind Eiche und Kastanie, in geringerem Maße auch Mahagoni und teils Birke. Wer einen Eichenboden hat, kennt das Thema deshalb häufiger als jemand mit hellem Ahorn. Das liegt schlicht am hohen Tanningehalt dieser Hölzer. Mit schlechter Qualität hat das nichts zu tun. Es ist eine Eigenschaft des Materials, das Ihr unter den Füßen habt.

Wie entstehen die Flecken?

Drei Wege führen zur Verfärbung, und je nachdem sieht der Fleck anders aus.

Wasser und Tannin - braune Flecken

Steht Wasser auf dem Holz, löst es die Gerbsäure und zieht sie nach oben. Das Ergebnis sind gelb-braune bis bräunliche Flecken. Typische Auslöser: ein vergessenes feuchtes Wischtuch, ein übergelaufener Blumentopf, eine Pfütze, die zu lange liegt.

Eisen und Tannin - schwarze Flecken

Das ist der Klassiker, der Euch erschreckt. Trifft die Gerbsäure auf Eisen oder Metallpartikel und Feuchtigkeit, entsteht Eisen-Tannat - eine schwarze bis dunkelblaue oder graue Verfärbung. Schuld sind Nägel, Schrauben, die Metallfüße von Stühlen und Möbeln, ein nasser Blumentopf, der Mülleimer oder Reste von Stahlwolle. Wo nasses Metall lange auf gerbstoffreichem Holz steht, wird es dunkel.

Alkalische Reaktion - dunkle Verfärbungen

Auch alkalische Stoffe lassen die Gerbsäure reagieren und das Holz nachdunkeln. Lauge, Zement- und Betonreste oder stark alkalische Reiniger, die nicht für geölte Böden gemacht sind, gehören dazu. Wichtig hierbei ist: Greift bei einem Eichenboden nie zu irgendeinem scharfen Allzweckreiniger - das kann selbst der Auslöser für die nächste Verfärbung sein.

Gerbsäureflecken entfernen - Schritt für Schritt

Weil die Reaktion im Holz sitzt, braucht es einen Spezialisten, der sie chemisch wieder löst. Bewährt hat sich dafür das Woca Gerbsäureflecken-Spray. Es ist für gerbsäurehaltige Hölzer im Innenbereich gemacht, bei denen die Oberfläche unbehandelt, geölt, gewachst oder geseift ist. So geht Ihr vor.

Vorbereitung

Reinigt zuerst die Fleckstelle und nehmt losen Schmutz weg. Bei unbehandelter Eiche hilft oft ein Vorabspülen mit Wasser und einem Intensivreiniger, um die oberflächlichen Tannine schon einmal anzulösen. Tragt Handschuhe und sorgt für Frischluft - das Spray ist sauer eingestellt (pH 2,1, auf Basis von Oxalsäure und Ammoniumoxalat), da gehört vernünftiges Arbeiten dazu.

Spray auftragen und einwirken lassen

  1. Schüttelt die Flasche gut durch.
  2. Besprüht den Fleck gleichmäßig und direkt.
  3. Lasst das Mittel 30 bis 60 Minuten ruhen und einwirken, damit es die Verfärbung lösen kann. Bei leichterem Befall reichen oft schon 20 bis 40 Minuten.

Nachwischen und nachbehandeln

  1. Wischt mit einem in lauwarmem Wasser getränkten, gut ausgewrungenen weichen Tuch nach und reibt die Stelle anschließend trocken.
  2. Bei hartnäckigen oder älteren Flecken wiederholt Ihr den Vorgang. Mehrere Durchgänge sind hier völlig normal, gerade bei tiefer sitzenden schwarzen Stellen.
  3. Nachbehandeln ist Pflicht, kein Kann: Nach dem Trocknen behandelt Ihr die Stelle mit dem passenden Öl, Wachs oder Seife neu. Sonst bleibt die Pore offen und ungeschützt - und der nächste Tropfen Wasser hat wieder freie Bahn.

Tipp: Für die Nachpflege eines geölten Bodens nehmt Ihr eine Woca Holzbodenseife natur oder, wenn die Stelle wieder Öl braucht, die Woca Parkett Pflegebox mit Pflegeöl. Zum Vorreinigen leistet der Woca Intensivreiniger gute Dienste.

Geölter vs. versiegelter Boden

Das macht einen handfesten Unterschied. Bei geölten, gewachsten, geseiften oder unbehandelten Böden ist das Spray in seinem Element, weil der Wirkstoff ins Holz vordringen kann. Hier gilt: nach der Behandlung das Ölen, Wachsen oder Seifen nicht vergessen.

Bei versiegelten, also lackierten Böden sieht es anders aus. Die geschlossene Lackschicht hält Feuchtigkeit normalerweise vom Holz fern, deshalb treten Gerbsäureflecken an der Oberfläche hier selten auf. Sitzt der Fleck aber unter einer intakten Versiegelung, kommt das Spray gar nicht an ihn heran. Dann führt der Weg nur über einen Anschliff der betroffenen Fläche und eine Neuversiegelung.

Wann das Spray nicht mehr reicht - Abschleifen

So gut das Mittel bei oberflächlichen Flecken arbeitet, es hat seine Grenzen. Reicht die Verfärbung tief ins Holz, ist sie sehr alt oder großflächig, kommt Ihr ums Abschleifen nicht herum - örtlich oder über die ganze Fläche, mit anschließender Neubehandlung. Früher war das übrigens der einzige Weg: Diese dunklen Stellen wurden grundsätzlich mühsam ausgeschliffen. Bei oberflächlichen Flecken spart Euch das Spray genau diese Arbeit. Bei einem schweren, tief sitzenden Schaden über große Flächen lohnt sich der Anruf bei einer Parkettfachfirma, bevor Ihr Euch verkünstelt.

Gerbsäureflecken vorbeugen

Am schönsten ist der Fleck, der gar nicht erst entsteht. Ein paar einfache Gewohnheiten halten Euren Eichenboden sauber:

  • Kein stehendes Wasser auf gerbstoffreichem Holz. Wischt feucht statt nass, wringt das Tuch gut aus und nehmt Restfeuchte sofort trocken nach.
  • Kein nasses Metall auf dem Boden. Verseht Möbel- und Stuhlfüße mit Filzgleitern, stellt Blumentöpfe, Gießkannen und Mülleimer nicht direkt aufs Holz, sondern nutzt Untersetzer.
  • Keine ungeeigneten, stark alkalischen Reiniger. Für geölte und geseifte Böden gehört eine pH-passende Holzbodenseife in den Eimer.
  • Pflegt die geschützte Oberfläche regelmäßig. Wer ölt, wachst oder seift, baut eine Barriere auf, durch die Feuchtigkeit schwerer eindringt.
  • Bei Neuverlegung oder Reparatur lieber Edelstahlbefestigungen statt einfacher Stahlnägel - Edelstahl reagiert nicht mit dem Tannin.

Das passende Produkt: Woca Gerbsäureflecken-Spray

Für die Behandlung selbst nehme ich das Woca Gerbsäureflecken Spray 0,25 Liter. Die 250-ml-Sprühflasche ist wasserbasiert, geruchsarm und für gerbsäurehaltige Hölzer im Innenbereich gemacht - egal ob die Oberfläche unbehandelt, geseift, geölt oder gewachst ist. Mit den 30 bis 60 Minuten Einwirkzeit, dem feuchten Nachwischen und der anschließenden Nachpflege habt Ihr alles in einer Hand, was so ein dunkler Eichenfleck braucht.

Häufige Fragen

Was hilft gegen schwarze Flecken auf Eichenparkett? Schwarze Flecken entstehen meist durch die Eisen-Tannin-Reaktion, wenn nasses Metall auf dem Holz stand. Besprüht die Stelle mit dem Gerbsäureflecken-Spray, lasst es 30 bis 60 Minuten einwirken, wischt feucht nach und behandelt die Stelle danach nach. Bei tiefen schwarzen Stellen sind mehrere Durchgänge normal.

Wie lange muss das Gerbsäureflecken-Spray einwirken? 30 bis 60 Minuten, bei leichterem Befall oft schon 20 bis 40 Minuten. Hält sich der Fleck hartnäckig, wiederholt Ihr den Vorgang einfach.

Funktioniert das Spray auch auf versiegeltem Parkett? Bei offenporigen, geölten oder geseiften Oberflächen ja. Sitzt der Fleck dagegen unter einer intakten Lackschicht, hilft nur ein Anschliff der Fläche mit Neuversiegelung.

Muss ich nach der Behandlung nachölen? Ja, unbedingt. Nach dem Entfernen ist die Stelle offen und ungeschützt. Behandelt sie mit Öl, Wachs oder Seife passend zu Eurem Boden nach, damit die Pore wieder geschlossen ist.

Lassen sich alte, tiefe Gerbsäureflecken noch entfernen? Oft schon, mit mehreren Durchgängen. Reicht die Verfärbung sehr tief ins Holz oder ist sie großflächig, bleibt das örtliche Abschleifen mit anschließender Neubehandlung.

Wie verhindere ich neue Gerbsäureflecken? Kein stehendes Wasser, kein nasses Metall auf dem Holz, passende pH-schonende Pflege und eine regelmäßig geölte oder geseifte Oberfläche. Filzgleiter und Untersetzer tun ihr Übriges.

Ich hoffe, ich konnte Euch bei Laune halten und ein paar wichtige Informationen streuen zum Thema Gerbsäureflecken. Bis zum nächsten Blogbeitrag verbleibe ich mit den besten Wünschen. Alles Gute für Euch und natürlich für Euren Parkettboden.

Euer Diddi