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08.07.25

Außenterrassen reinigen - Weg mit dem Grauschleier

Holzterrasse reinigen und auffrischen - so gelingt es

Liebe Parkettfreunde:innen

Was passiert eigentlich mit dem Terrassenholz, wenn es lange ungeschützt dem UV-Licht und der Bewitterung ausgesetzt ist?
Wenn Holz dem UV-Licht, also dem Sonnenlicht, ausgesetzt ist, wird das Lignin im Holz abgebaut.
(Lignin verleiht den Pflanzen Festigkeit, Stabilität und Schutz vor Schädlingen und Pilzbefall). Zunächst führt dies lediglich zu einer Vergilbung, die im Laufe der Zeit in eine bräunliche Verfärbung übergeht. Kommt zusätzlich zur UV-Strahlung eine direkte Bewitterung hinzu, werden die abgebauten Bestandteile ausgewaschen. Nach diesem Prozess bleibt nur die silbrig-weiße Zellulose zurück. Durch die anhaltende Feuchtigkeit im Außenbereich können sich an der Oberfläche Pilze und Schmutz ansammeln, was zu einer dunklen bis schwarzen Einfärbung führt. (Diese Ablagerungen und die dunkle Verfärbung können bei Terrassen mit einem Terrassenreiniger vermieden werden.) Da Holzflächen meist ungleichmäßig bewittert werden, kommt es zu einer unregelmäßigen Vergrauung. Ist das schädlich für das Holz? Nein, das ist ganz natürlich und schadet dem Holz nicht. Technisch gesehen verändert sich kaum etwas, und es stellt keine Beeinträchtigung dar. Der Vergrauungsprozess findet lediglich an der Oberfläche statt.

Wenn das Holz nicht grau werden soll, bleibt nur die Möglichkeit des Streichens mit einem Terrassenöl und einer entsprechenden Pflege. Öle und Pflegeöle für die Terrasse gibt es auch mit einem UV-Schutz, der wie Sonnencreme wirkt und regelmäßig nachgestrichen werden muss. Das Holz behält seine natürliche Farbe und erhält durch das Öl einen optischen Glanz. Alternativ können auch Öle mit Farbpigmenten verwendet werden, die in verschiedenen Farben erhältlich sind. Ein Vorteil pigmentierter Öle ist, dass sie nicht so häufig nachgestrichen werden müssen.
Was ist nun zu tun, wenn die Terrasse vergraut ist? Leichte Vergrauungen und Verschmutzungen lassen sich mit einem Terrassenreiniger oder mit einem Terrassenholzentgrauer entfernen. Danach muss das Holz je nach Bedarf mit einem Terrassenöl oder einem Terrassenpflegeöl behandelt werden.

Bei starker Verschmutzung kommen Terrassenbürstmaschinen zum Einsatz. Diese entfernen den Schmutz und schleifen gleichzeitig das Holz an. Im Anschluss sollte die Fläche mit einem Terrassenöl imprägniert werden. Für die Auffrischung kommt dann 1 bis 2 Mal im Jahr ein Terrassenholzpflegeöl zum Einsatz, natürlich, nachdem die Terrasse gereinigt wurde.
Die Reinigung und Pflege sollte idealerweise einmal im Frühjahr und einmal im Herbst durchgeführt werden. Zusätzlich kann eine Reinigung nach Bedarf, z. B. bei grober Verschmutzung oder nach Unwettern, sinnvoll sein.

Ich hoffe, ich konnte Euch mit diesem Beitrag informativ erfrischen.

Bis zum nächsten Blogbeitrag verbleibe ich mit den besten Wünschen.
Alles Gute für Euch und natürlich für Euren Parkettboden.
Euer Diddi

Im Übrigen könnt Ihr die Terrassenreinigungsmaschinen bei uns ausleihen. Einfach anrufen oder mailen und reservieren. Auch zum günstigen Wochenendtarif.

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Produkte für die Terrasse

Terrassenreinigungsmaschine groß

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Liebe Parkettfreunde,

der Winter ist vorbei, und wenn Ihr jetzt zum ersten Mal wieder auf die Terrasse tretet, sieht das Holz meistens nicht mehr so frisch aus wie im letzten Sommer. Grau, fleckig, an manchen Stellen fast schwarz - das ist nach Monaten unter Regen, Schnee und Laub völlig normal. Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen braucht es keine neuen Dielen, sondern nur eine ordentliche Frühjahrskur. Reinigen, trocknen lassen, ölen - in genau dieser Reihenfolge. Wer die einhält, hat ein paar Wochen später wieder eine Terrasse, auf der man barfuß gerne sitzt.

Ich nehme Euch heute Schritt für Schritt mit durch die komplette Auffrischung und sage Euch dabei ganz konkret, mit welchen Mengen, Einwirkzeiten und Intervallen ich selbst arbeite und welches Öl auf welches Holz gehört.

Warum die Terrasse vergraut und nachdunkelt

Die graue Schicht, die Ihr im Frühjahr seht, ist ein reiner UV-Effekt. Das Sonnenlicht baut das Lignin ab, das ist der natürliche “Klebstoff” zwischen den Holzfasern, und zurück bleibt eine silbrig-graue Oberfläche. Das Schöne daran: Es ist nur die oberste Faserschicht betroffen, das Holz darunter ist völlig in Ordnung. Genau deshalb lässt sich die Vergrauung auch wieder entfernen.

Die dunklen, fast schwarzen Flecken haben dagegen eine andere Ursache. Das ist meistens Feuchtigkeit, die nicht abtrocknen konnte, dazu Algen und Pilzbefall in feuchten Ecken. Auch das bekommt Ihr mit der richtigen Reinigung wieder weg.

Schritt 1 - Holzterrasse richtig reinigen

Bevor überhaupt ein Tropfen Öl ins Spiel kommt, muss das Holz sauber sein. Öl auf Schmutz oder Vergrauung zieht nicht ein und bleibt fleckig liegen. Fangt also immer mit der Reinigung an.

Leichte Verschmutzung: Terrassenreiniger

Bei normaler Verschmutzung reicht ein guter Terrassenreiniger. Den groben Schmutz erst mit dem Besen abkehren, dann das Holz nass abspritzen und den Reiniger mit einer Bürste auftragen. Bei Weichhölzern wie Lärche oder Douglasie nehmt bitte eine weiche Borste, harte Bürsten reißen Euch die Fasern auf. Den Faxe Terrassenreiniger könnt Ihr für unbehandeltes und geöltes Holz, für Stein und auch für WPC nehmen, der ist schön universell.

Starke Verschmutzung und große Flächen: Bürstmaschine

Wenn Ihr eine größere Terrasse habt oder die Vergrauung schon ordentlich fortgeschritten ist, lohnt sich eine Bürstmaschine. Die nimmt Euch die schwere Schrubberei ab und arbeitet gleichmäßiger, als man das von Hand je hinbekommt. Für große Flächen ist der Terrassen-Blitz das Richtige, für kleinere und verwinkelte Terrassen der handlichere Terrassen-Randy.

Warum kein (oder nur sehr vorsichtiger) Hochdruckreiniger

Hier muss ich Euch kurz warnen, weil das einer der häufigsten Fehler überhaupt ist. Der Hochdruckreiniger reißt die weichen Frühholzbereiche regelrecht aus der Diele heraus. Das Holz wird danach rau, faserig und splittert - und nimmt anschließend noch mehr Wasser und Schmutz auf als vorher. Ihr macht es also schlimmer statt besser.

Wenn es gar nicht anders geht, dann nur mit großem Abstand von mindestens 30 cm, mit flachem Fächerstrahl, niedrigem Druck und immer in Faserrichtung. Niemals punktuell und nah ans Holz. Mit Bürste und Entgrauer fahrt Ihr in den meisten Fällen ohnehin besser.

Schritt 2 - Dunkle und vergraute Stellen aufhellen

Wenn nach der normalen Reinigung noch graue oder dunkle Stellen übrig sind, kommt der Holzentgrauer ins Spiel. Damit holt Ihr die ursprüngliche Holzfarbe zurück, ohne neue Dielen zu verlegen.

Wie ein Holzentgrauer wirkt

Ein Entgrauer arbeitet über organische Säuren, in der Regel Oxalsäure. Die löst die grauen Abbauprodukte aus der obersten Faserschicht und hellt das Holz wieder auf. Das hat nichts mit Bleichen im Sinne von Chlor zu tun, es wird einfach das Vergraute gelöst und weggewaschen. Der Avalon Terrassenholzentgrauer funktioniert sowohl bei Harthölzern als auch bei heimischen Weichhölzern.

Anwendung: einwirken, schrubben, abspülen, trocknen

Die Anwendung ist unkompliziert, wenn Ihr ein paar Punkte beachtet:

  1. Das Holz vorher nass machen und den Entgrauer dünn mit Bürste oder Pinsel auftragen, etwa 100 bis 125 ml pro Quadratmeter.
  2. 15 Minuten einwirken lassen. Bei sehr starker Vergrauung dürfen es auch bis zu einer Stunde sein.
  3. Mit Bürste oder Pad in Faserrichtung schrubben.
  4. Gründlich abspülen, und zwar wirklich gründlich, damit keine Säurereste zurückbleiben. Bleibt Reiniger im Holz, gibt das später ein ungleichmäßiges Ölergebnis.
  5. Das Holz 1 bis 2 Tage komplett durchtrocknen lassen.

Wichtig hierbei ist die Trocknung. Erst wenn das Holz wieder trocken und sauber ist, geht es ans Ölen.

Schritt 3 - Terrasse auffrischen und ölen

Jetzt kommt der schöne Teil, bei dem das Holz wieder zum Leben erwacht. Das Öl dringt in die Fasern ein, frischt die Farbe auf und schützt vor Feuchtigkeit. Anders als ein Lack oder eine Lasur bleibt geöltes Holz diffusionsoffen, es kann also atmen und schließt keine Feuchtigkeit ein.

Der richtige Zeitpunkt und das Wetter

Sucht Euch für das Ölen einen bewölkten, windstillen Tag aus. In praller Sonne oder bei Wind trocknet das Öl an der Oberfläche an, bevor es einziehen kann, und das gibt klebrige, fleckige Stellen. Die Temperatur sollte bei mindestens 10 Grad liegen, sonst trocknet das Öl nicht richtig durch.

Öl auftragen - in Faserrichtung, dünn, Überschuss abnehmen

Tragt das Öl dünn und in Faserrichtung auf. Lieber zwei dünne Schichten als eine dicke. Nachdem das Öl ein wenig angetrocknet ist, nehmt Ihr den Überschuss mit einem Tuch wieder ab oder poliert ihn aus. Was zu dick stehen bleibt, wird glänzend und klebrig und härtet nicht richtig aus. Beim Avalon Teaköl rechnet zum Beispiel mit 60 bis 80 ml pro Quadratmeter und einer Trockenzeit von 8 bis 16 Stunden bei guter Belüftung.

Wie oft? Intervalle und Mengen

Reinigen solltet Ihr Eure Terrasse zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst. Geölt wird je nach Beanspruchung und Wetterseite ein- bis zweimal jährlich. Eine Südterrasse, die den ganzen Tag in der Sonne liegt, braucht öfter Zuwendung als eine schattige Nordseite. Pigmentierte Öle und Öle mit UV-Schutz halten dabei länger, weil der Farbpigment-Anteil das Holz zusätzlich vor der UV-Strahlung abschirmt.

Welches Öl für welches Holz? Bangkirai, Lärche, Douglasie, Teak

Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird. Und sie ist berechtigt, denn das falsche Öl auf der falschen Holzart gibt Ärger. Die Faustregel lautet: Hartholz nimmt deutlich weniger Öl auf als Weichholz. Bei dichten Hölzern müsst Ihr also sparsamer arbeiten, sonst bleibt das Öl klebrig stehen.

Harthölzer (Teak, Bangkirai) - Teaköl

Teak und Bangkirai sind tropische Harthölzer, sehr dicht und von Natur aus eigenölhaltig. Sie nehmen wenig Öl auf, deshalb hier sparsam arbeiten. Für diese Hölzer ist ein Teaköl das Mittel der Wahl, es frischt die warme Farbe wieder auf und macht das Holz wasserabweisend.

Heimische Weichhölzer (Lärche, Douglasie) - Terrassenpflegeöl mit UV-Schutz

Lärche und Douglasie sind heimische Nadelhölzer, weicher und saugfähiger als die Tropenhölzer. Sie vergrauen schneller und profitieren deshalb von einem Terrassenholzpflegeöl mit UV-Schutz. Bei diesen Hölzern bitte mit weicher Bürste arbeiten, damit Ihr die Fasern nicht aufreißt. Wer lieber bei einer anderen Marke bleibt, findet im Sortiment auch das Faxe Terrassenöl und das Berger-Seidle Classic OutdoorOil.

WPC und Stein-, Terracotta-Flächen

WPC, also der Holz-Kunststoff-Verbund, wird nicht geölt. Hier reinigt Ihr nur, ölen würde keinen Sinn ergeben und nur klebrige Flächen hinterlassen. Der Faxe Terrassenreiniger ist auch für WPC geeignet.

Habt Ihr dagegen Stein, Terracotta oder Beton als Belag, könnt Ihr saugfähige mineralische Flächen mit einem Steinöl imprägnieren. Das macht den Stein wasser- und schmutzabweisend, gerechnet wird mit 20 bis 50 ml pro Quadratmeter, je nach Saugfähigkeit auch in zwei bis drei Anstrichen. Alle Produkte rund um die Terrasse findet Ihr übrigens gesammelt in der Outdoor-Kategorie.

Die häufigsten Fehler bei der Terrassenpflege

Aus vielen Jahren im Fach kenne ich die Stolpersteine ganz gut. Diese sechs sehe ich am häufigsten:

  • Öl auf feuchtes oder noch schmutziges Holz aufgetragen. Das Öl zieht nicht ein, blättert ab und wird fleckig. Deshalb die 1 bis 2 Tage Trocknung nach der Reinigung wirklich einhalten.
  • Das falsche Öl für die Holzart. Ein dicker Auftrag auf dichtem Bangkirai bleibt klebrig stehen.
  • Hochdruckreiniger zu nah und zu stark. Das gibt Faserschäden, und das Holz wird rauer als zuvor.
  • Lack oder Lasur statt Öl im Außenbereich. Die bilden einen Film, der reißt und abplatzt und Feuchtigkeit einschließt. Öl bleibt dagegen diffusionsoffen.
  • Zu dicker Ölauftrag, bei dem der Überschuss nicht abgenommen wurde. Ergebnis: glänzende, klebrige Stellen.
  • Den Entgrauer nicht gründlich abgespült. Die Säurereste geben ein ungleichmäßiges Ölergebnis.

FAQ

Wie oft sollte ich meine Holzterrasse ölen? Ein- bis zweimal jährlich, je nach Wetterseite und Beanspruchung. Eine Südterrasse braucht öfter Pflege als eine schattige Nordseite.

Kann ich vergraute Terrassendielen wieder aufhellen? Ja. Mit einem Holzentgrauer oder durch leichtes Anschleifen bekommt Ihr die ursprüngliche Holzfarbe zurück. Danach wird geölt.

Welches Öl nehme ich für Bangkirai oder Teak? Ein Teaköl, und zwar sparsam aufgetragen, weil diese dichten Harthölzer nur wenig Öl aufnehmen.

Darf ich einen Hochdruckreiniger benutzen? Nur sehr vorsichtig, mit großem Abstand, niedrigem Druck und in Faserrichtung. Besser arbeitet Ihr mit Bürste und Entgrauer.

Wie lange muss das Holz nach dem Reinigen trocknen, bevor ich öle? 1 bis 2 Tage. Das Holz muss vollständig durchgetrocknet sein, sonst zieht das Öl nicht ein.

Muss ich eine WPC-Terrasse auch ölen? Nein. WPC wird nur gereinigt. Ölen ist allein für Echtholz gedacht.

Ich hoffe, ich konnte Euch ein paar wichtige Informationen streuen für die Frühjahrskur Eurer Terrasse. Wer mehr darüber wissen möchte, warum geöltes Holz so dankbar in der Pflege ist, dem lege ich noch meinen Beitrag zu den Vorteilen eines geölten Parkettbodens ans Herz. Bis zum nächsten Blogbeitrag verbleibe ich mit den besten Wünschen. Alles Gute für Euch und natürlich für Euer Terrassenholz.

Euer Diddi